Gran Canaria (Spanien) – Ein 35-jähriger britischer Staatsbürger verschwand spurlos, nachdem er sich auf eine Weltumsegelung begeben hatte. Der Vorfall, der sich vor der Küste von Gran Canaria ereignete, wirft weiterhin viele Fragen auf.
Laut einem Bericht der BBC News wurde James Nunan im August zum letzten Mal von Überwachungskameras in Las Palmas aufgezeichnet, als er einen Imbiss aufsuchte. Dabei wurde ihm sein Rucksack gestohlen. Kurz darauf meldete er den Verlust seines Reisepasses bei der Polizei. Seitdem hat sich jede Spur des 35-Jährigen verloren.
Einige Tage später, am 25. August, wurde sein Hund «Thumbelina» allein auf dem Boot gefunden. Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen konnte James Nunan nicht lokalisiert werden.
Die Behörden von Gran Canaria gehen davon aus, dass Nunan betrunken über Bord gefallen sein könnte. Seine Familie äußert jedoch starke Zweifel an dieser Theorie.

Berichten zufolge wurden Blutspuren auf dem Boot gefunden, außerdem wies es Beschädigungen auf. Persönliche Gegenstände von James fehlten, und das Segel war aufgeschlitzt. Laut Mirror ist die Familie überzeugt, dass eine dritte Person in den Vorfall verwickelt war.
James’ Halbschwester, Nikita Goddard, erklärte: «Wir als Familie glauben, dass es genügend Beweise dafür gibt, dass mit ziemlicher Sicherheit eine dritte Person beteiligt war.» Sie fügte hinzu: «Wir glauben nicht, dass er betrunken ins Wasser gefallen und ertrunken ist.»
Goddard wirft der Polizei auf Gran Canaria vor, keine gründlichen Ermittlungen durchgeführt und den Fall eingestellt zu haben. Sie sagte: «Die Guardia Civil scheint einfach kein Interesse zu haben, und ich denke, das liegt zum Teil daran, dass er ein alleinreisender britischer Segler ist. Vielleicht dachten sie, es wäre einfacher, darauf zu hoffen, dass es niemanden interessiert.»
Die Familie glaubt weiterhin, dass James noch am Leben sein könnte. Goddard sagte: «Wir wollen die Hoffnung einfach nicht aufgeben, falls er irgendwo noch lebt.»


